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Noch lässt Serge Gnabry nicht durchblicken: Bleibt er bei Werder, oder geht er?

Zukunft bei Werder? „Ich weiß noch nicht, was passiert“

Serge Gnabry: Viele Angebote, aber keine Ausstiegsklausel

Bremen - Bleibt er, geht er? Seine sportliche Zukunft lässt Serge Gnabry auch weiterhin offen. Bei Werder fühle sich der Flügelflitzer allerdings „sehr wohl“.

Es war wie so oft in dieser Saison in Bremen – also Serge Gnabry mal wieder in aller Munde. Denn die „Bild“-Zeitung hatte am Mittwochmorgen berichtet, dass Borussia Dortmund und 1899 Hoffenheim den Werder-Profi zur neuen Saison verpflichten wollen. Das macht den Fans natürlich Angst, den Nationalspieler wollen sie nicht hergeben. Werder will das natürlich auch nicht. Und Gnabry? Der lässt es auf Nachfrage dieser Zeitung offen. Immerhin würde sich ein Wechsel des 21-Jährigen für Werder ordentlich rentieren. Die stets kolportierte Ausstiegsklausel existiert nach Informationen der WerderStube nicht.

„Ich bin etwas überrascht“, erwidert Gnabry, als er am Mittag auf die Meldung vom Interesse des BVB und Hoffenheim angesprochen wird: „Ich habe nichts mitbekommen, ich war frühstücken – mit Theodor Gebre Selassie, seiner Frau und meiner Freundin.“ Und beim Treffen mit dem Teamkollegen blieb das Smartphone ungenutzt. Ohnehin sei er keiner, „der ständig im Internet unterwegs ist und guckt, was über mich geschrieben wird. Ich beschäftigte mich damit, was jetzt ist, wie ich mich beim Fußball verbessern kann.“

„Ich fühle mich in Bremen sehr wohl“

Es gab eine Zeit, da haben ihn die ewigen Nachfragen nach seiner Zukunft ziemlich genervt. Schließlich wurde er vom ersten Tag an in Bremen im vergangenen Sommer danach gefragt. Damals hieß es, die Bayern hätten beim Wechsel ihre Finger im Spiel gehabt und so etwas wie ein Vorkaufsrecht. Für etwas mehr als die von Werder an den FC Arsenal angeblich gezahlten fünf Millionen Euro könnten die Münchner den Angreifer nach nur einer Spielzeit verpflichten.

Trotz eines Vertrags mit Werder bis 2020. Sportchef Frank Baumann hat Berichte über die Beteiligung der Bayern stets dementiert – und zu Vertragsinhalten äußert er sich grundsätzlich nicht, also auch nicht zur angeblichen Acht-Millionen-Euro-Ausstiegsklausel. Er setzt darauf, dass sich Gnabry in Bremen nach der eigenen guten sportlichen Entwicklung – und auch der des Vereins – sehr wohl fühlt und bleibt.

Grundsätzlich ist das nicht verkehrt. „Ich fühle mich in Bremen sehr wohl“, bestätigt Gnabry, fügt aber an: „Ich weiß noch nicht, was passiert. Ich habe bei Werder unterschrieben, bin jetzt hier. Wir spielen eine super Rückserie, es macht total Spaß. Mehr kann und will ich zu meiner Zukunft nicht sagen.“ Zumal sich der 21-Jährige auch voll auf den Endspurt in der Bundesliga konzentrieren will. „Wir haben ja ein neues Ziel“, erklärt er mit einem breiten Grinsen: „Natürlich wollen wir uns für Europa qualifizieren.“

Serge Gnabry: Sein steiler Aufstieg bei Werder

Könnte ihn das vielleicht überzeugen, in Bremen zu bleiben? „Es wäre natürlich geil und eine Herausforderung. Es wäre ein Bonus nach dieser Saison – und vor allem für den Verein ziemlich gut“, antwortet Gnabry und ergänzt noch: „Ob es für mich ausschlaggebend ist, würde ich nicht sagen. Denn das Wichtigste für mich ist, dass ich spiele. “

Die Aussage muss für Werder nicht schlecht sein. Zumindest beim Thema Dortmund. Dort hätte Gnabry große Konkurrenz, ein Stammplatz wäre ihm alles andere als sicher, wenngleich durch die fast sichere Champions-League-Teilnahme wieder viele Spiele auf den BVB warten. Und Hoffenheim? Dorthin würde der schnelle Angreifer definitiv als Soforthilfe für die Startelf kommen. Zudem winkt eine Zusammenarbeit mit Julian Nagelsmann, dem gerade angesagtesten Coach der Bundesliga, der jeden Spieler besser machen soll.

Gnabry will angeblich in Deutschland bleiben

Der Haken an der Geschichte ist möglicherweise der Standort. Wer vor vollem Haus beim FC Arsenal und bei Werder gespielt hat, der dürfte wenig Freude verspüren, in Sinsheim in einem eher beschaulichen und selten ausverkauften Stadion zu spielen. Dafür wäre er näher an seiner Heimatstadt Stuttgart.

Zu alledem sagt Gnabry natürlich nichts. Er lässt sich auch keine Tendenz entlocken. Angeblich will er unbedingt in Deutschland bleiben. Das Interesse aus England könnte also vernachlässigt werden. Für Werder bedeutet dies allerdings, dass es die Mega-Ablöse auch nicht geben wird. Die zahlen nur die schwerreichen Clubbesitzer auf der Insel. Doch das könnte auch ein Thema für später werden. Denn auch eine vorzeitige Vertragsverlängerung mit einer Aufstockung des Gehalts ist denkbar. Vor Saisonende dürfte aber keine Entscheidung fallen.

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